Nakambo! Nakambo!

 

Ein Wort – kein Wort. Mein Wort!

 

Aus keiner Sprache aus meiner Sprache.

Ein Ausruf, ein Aufruf.

Der Ruf mit dem die Vogelprinzessin Saltimbora das Leben begrüßt.

 

 

Vertrauen wir uns Saltimbora an - Vogelprinzessin, gehörnte Schamanin.

Sie streift durch den Dschungel, rauschend und raschelnd, voller Geheimnisse, zu den Plätzen des Schattens, in denen das Unbekannte ruht, das Animalische, das Unbedingte, wachen Auges hinter Masken versteckt.

 

NAKAMBO! NAKAMBO!

 

Dieser Dschungel ist nicht auf Kommodo, nicht in Kolumbien, er ist in unseren Köpfen.

Ich kenne den Dschungel, den endlosen Wald. Jeder kennt ihn. Oft sind dort keine Bäume. Dort sind Mauern, Zweifel, Worte, Zahlen.

Er scheint verwirrend, beängstigend, überwältigend.

Doch wenn wir in uns leise, oder laut, NAKAMBO! rufen, dann hören wir vielleicht ein vogelhaftes Kichern und eine fedrige Hand ergreift die unsere und führt uns.

 

Mit ernstem Blick ermahnt sie dich. Vernehme ihren Ruf: NAKAMBO! NAKAMBO! tief in deinem Herzen.

 

Gemeinsam begegnen wir den Maskenwesen, dem Koboldhaften. Mit ihren Tänzen, Schreien und Grimassen wollen sie vom Weg abbringen. 

 

Wir streifen durch den Dschungel der Geheimnisse. 

Fleischige Blumen wuchern monströs und voller Lebenskraft. Nichts kann ihnen anhaben.

Die Triebe, Blätter und Knospen verhüllen und schützen. Feucht und ölig befruchten sie und bringen neue Früchte hervor.

 

NAKAMBO! NAKAMBO!

 

Ungeheure Kraft kommt aus den Tiefen der Erde.

Tief unter meinen Füßen 

tief in meinem Innern

höre ich ein Grollen. 

Saltimboras Federn streifen meine Wange.

Befreiend bricht ein Vulkan aus und löst alle Verkrustungen in einer gewaltigen Explosion.

 

NAKAMBO! NAKAMBO!

wird zu meinem Ruf nach Freiheit. Meine Wort. Meine Sprache. Mein Ausdruck.

Meine Reise - meine Schatzsuche.

 

Habt ihr das Gesicht der Vogelprinzessin erkannt?

 

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© Steph Burlefinger