Steph Burlefinger zeichnet mit einem Augenzwinkern.

Sie malt Wimmelbücher für den Silberburg Verlag und hat 2018 eine eigene Comic-Reihe zum Thema Heimat in der Badischen Zeitung. Die Illustratorin entwickelte eine Kamishibai-Geschichte für die Kindergärten der Stadt Waldkirch und in den vergangenen Jahren entstanden mehrere Malbücher zur Stadtgeschichte ihres Heimatortes.

 

Steph Burlefinger (geb. Burisch) ist 1975 in der Fächerstadt Karlsruhe geboren. In ihrer Kindheit ritt sie auf einem Indianerpferd über die kanadische Prärie, erklomm javanische Vulkane und erlebte fremde Kulturen hautnah. Sie studierte Grafik-Design in Freiburg und arbeitete in Basel in einer Werbeagentur. Burlefinger entschied bewusst, sich Zeit für Nestbau und Brutpflege zu nehmen. Seit 2007 wohnt sie im schönen Elztal mit Mann, Kindern, Hund, Katze und… ja: Mäusen.

 

 

 

 

Interview mit Steph Burlefinger 

Frage: Wie sind Sie zum Wimmelbuch malen gekommen?

Antwort: Ich habe mich mit meinen Zeichnungen beim Silberburg-Verlag beworben und nach zwei Wochen hat sich ein Lektor vom Verlag gemeldet und mich gefragt, ob ich ein Buch illustrieren würde. Das war das Buch "Baden-Württemberg für Anfänger". Nach dem das Buch fertig war haben mich die Leute vom Verlag gefragt, ob ich mir vorstellen könnte ein Wimmelbuch zu malen. Ehrlich gesagt, habe ich es mir nicht vorstellen können. Trotzdem habe ich es versucht und die ZMF-Seite im Freiburger Wimmelbuch ist dabei entstanden. Und da habe ich festgestellt, das mir das Spaß macht.

 

Frage: Wollten Sie schon immer Kinderbuchautorin werden?

Antwort: Nein, darauf haben mich meine Kinder gebracht. Beim Geschichtenerfinden und gemeinsamen Malen mit meiner Tochter ist der Wunsch enststanden. Ich habe mich dann auch mit Märchen und dem Handwerk des Schreibens beschäftigt und einiges ausprobiert.

 

Frage: Was begeistert Sie am Malen?

Antwort: Ich kann in meinen Bildern eine ganze kleine Welt erschaffen. Das ist toll! Ich achte auch darauf, daß sich alle Figuren in meinen Bildern wohl fühlen und gerne dort leben. Ich liebe kräftige Farben, die machen mir sofort gute Laune. Und ich hoffe natürlich, dass sich die gute Laune auch bei den Lesern verbreitet.

 

Frage: Wollen Sie auch einmal Bücher schreiben?

Antwort: Ein großer Traum ist natürlich, eine Geschichte zu schreiben, zu der ich selbst Bilder male. Ich denke der wird auch irgendwann in Erfüllung gehen. 

 

Wieviel Zeit brauchen Sie für ein Wimmelbild?

Antwort: Für eine Doppelseite brauche ich ungefähr zwei Wochen. Ich brauche Zeit für die Skizze, da überlege ich, wie die Häuser stehen und welchen Blickwinkel ich wähle. Dann zeichne und male ich abwechselnd. Wenn mir eine Szene einfällt, zeichne ich, wenn mir nichts einfällt, male ich an. Wichtig ist auch ein Tag Pause zwischendurch.

 

Worauf achten Sie bei einem Wimmelbild?

Antwort: Alles muss wimmeln! Ich behandele alles gleich: Gebäude, Natur, Lebewesen - alle haben Persönlichkeit und sind für mich lebendig. Alle erleben eine Geschichte: Die Katze streift umher, der Wind raschelt durch die Baumkrone, die Laterne leuchtet (oder träumt von der Nacht). 

 

Frage: Warum ist im Freiburg Wimmelbuch der Dieb nicht auf jeder Seite?

Antwort: Ich entschuldige mich dafür, das ist ein Anfängerfehler gewesen. Ich habe nicht damit gerechnet, das meine Bilder so genau betrachtet werden. Die Idee zum Dieb kam beim Malen und ich habe gar nicht daran gedacht, ihn überall auftauchen zu lassen. Im Karlsruhe Wimmelbuch ist der Dieb auf jeder Seite zu finden. Versprochen!

 

Das Interview führten Viktoria und Sara (BOGY-Praktikantin)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Steph Burlefinger